Unterwegs mit 2 Rädern
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| Eurovelo 6 trifft auf den Jakobsweg |
Bevor es nächstes Jahr mit dem Spacy auf Entdeckung geht, wollten wir dieses Jahr mit unserem Jakobsweg weiterkommen. Ich bin mit meiner Nichte in Paderborn zu Fuß gestartet und nach einer Woche in Dortmund gelandet. Ein Jahr später sind meine Mutter, meine Nichte und ich noch den Anfang des Hellwegs gegangen: Von Kloster Corvey bis Paderborn. 2013 sind Ela und ich einmal quer durchs Ruhrgebiet gepilgert und unser Ziel war Aachen. Wieder ein Jahr später hat sich meine Nichte den Jakobsweg zum 18. Geburtstag gewünscht und wir wurden noch mehr Pilger: Meine Mutter, Maria, Johanna mit Freund, Ela, unser Hund Sally und ich. Begleitet wurden wir von meinem Vater im Wohnmobil, als Joker für meine Mutter. Von Aachen wanderten wir den Eifelsteig bis Blankenheim. Ein wunderschöner Wanderweg, hoch und runter und immer schön in der Natur. Das krasse Gegenteil zum Ruhrgebiet. 2015 beendeten meine Mutter, Ela, der Hund und ich den Eifelsteig in Trier an der Porta Nigra. Danach mussten wir ein Jahr pausieren, damit Elas Hüfte und Knie sich erholen konnten.
Um ein paar Kilometer mehr zu machen, sind wir aufs Fahrrad umgestiegen und wollen nun damit Frankreich durchqueren. Innerhalb von fast 2 Wochen haben wir 811 Kilometer von Trier bis Lyon hinter uns gebracht. Es ist eine ganz andere Erfahrung auf dem Weg zu sein. Wir sind viel schneller und mussten uns auch erst an das "irre" Tempo gewöhnen; ergo schafft man auch die doppelten Tageskilometer. So haben wir am ersten Tag locker 63 km in 3:30 Std. (reine Fahrzeit) geschafft. Leider bleibt man bei diesem Tempo auch weniger stehen und fotografiert auch weniger. Die Muskeln und besonders die Füße und der Rücken sind entspannter. Essen konnten wir allerdings immer noch reichlich, was bei dem französischem Frühstück aber nicht ganz so einfach war.
Die Mosel, den Canal-des-Vosges und die Saône haben uns bis Lyon begleitet. Die Fahrradweg sind zum Teil sehr gut beschildert, aber sie können auch mittendrin aufhören, ohne dass man es merkt. Sie sind gut geteert, haben riesen Schlaglöcher oder werden zu einer leichten Mountainbikestrecke. Ab Bains-les-Bains gibt es gar keinen Fahrradweg mehr, so dass wir uns über kleine "D"-Straßen und größere Berge durchkämpfen mussten, bis wir auf den Eurovelo 6 stießen. Der E6 verbindet das Schwarze Meer mit dem Atlantik und war super ausgeschildert mit vernünftigen Straßen und Wegen. Leider mussten wir links abbiegen um in den Süden zu kommen. Wir sind an der Saône geblieben und folgten ihr bis sie in die Rhône floss.
Einige Orte konnten wir uns aus Motivations- und Zeitgründen leider nicht genauer ansehen, wir haben sie auf die SpaceCamper-Liste gesetzt.
von Trier nach Lyon in 11 Tagen (811km)


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